PLACES I DORTMUND UNSCHÖN I Stefan Kurzeja

Die Bildstrecke "dortmund unschön" ist von März bis Mai 2018 entstanden. Stefan Kurzejas Fotos dokumentieren Orte und Objekte weit von jeder "Sehenswürdigkeit" entfernt, aber trotzdem, oder gerade deshalb einen Blick wert sind – zeigen sie doch das tägliche Umfeld. Weitere Fotos von Stefan Kurzeja auf Flickr

PLACES I FARBEN EINER INSEL I Thorsten Berndt

Anlässlich der Gemeinschaftsausstellung "Helgoland in Sicht" zeigt Thorsten Berndt einige Aufnahmen aus seiner Serie "Farbtafeln nach Johannes Ufer". Der Künstler Johannes Ufer war für die Farbgestaltung bei der Neubebauung der Insel Helgoland in den fünfziger Jahren zuständig. Mittlerweile ist das Ensemble denkmalgeschützt. Die Aufnahmen des Photographen vermitteln den Eindruck von der Vielfarbigkeit der Insel – Helgoland ist weit mehr als nur die rote Lange Anna. www.thorstenberndt.de

PLACES I ALLES IN BEWEGUNG I Hans Joachim Conrad

Die Arbeitsweise zu den impressionistischen Fotografien ist ungewöhnlich: Weil sich sowohl das Objekt als auch die Kamera bewegen, entstehen Bilder von einzigartiger Suggestivkraft. Völlig neue Bilderwelten tun sich auf diese Weise auf. Durch die voneinander unabhängigen Bewegungen von Objekt und Kamera entsteht eine Art von Malerei mit der Kamera: Licht, Farben und Formen fließen ineinander zu reinen, farbenfrohen Kompositionen, die streckenweise an impressionistische Malerei erinnert. Die Kunst dabei ist, die Kamera so zu bewegen, dass genau der richtige „Pinselstrich“ für die jeweilige Szene entsteht - und das ist oftmals recht meisterlich gelungen.

„Wenn Bilder nicht den Sehgewohnheiten oder der Realität entsprechen, fesseln sie den Betrachter, weil er sich intensiver dafür interessiert, was hier so anders ist als bei einer realistischen Abbildung.“ www.conrad-artifizierte-fotografien.de

PLACES I HORIZONTE I Frank Marek

Einige Bilder dieser Serie haben eine impressionistische Anmutung und andere wirken surreal. Die Themen die Frank Marek beschäftigen, handeln oft von Endzeitstimmung und Einsamkeit bis hin zur Aphokalypse. Aber auch Freiheit, Träume und vor allem die Sehnsucht stehen immer wieder im Mittelpunkt seiner Arbeiten. frankmarekdo@aol.com

PLACES I ORIENTIERUNG AUF DER DOCUMENTA I Volker Meissner

Kassel – Documenta 14. Von Athen lernen! Aber was? Orientierungslosigkeit? Grenzen zu ziehen in Zeiten der Migrationen? Den direkten Dialog zu vermeiden? Fragen unbeantwortet zu lassen? Überfrachtung in Zeiten des Mangels und der Krise? Die Documenta 14 war sicher eine der umstrittensten ihrer Art. Sie hat bei vielen Besuchern und Machern einen schalen, bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Bei Volker Meissner allerdings eine Reihe von Beobachtungen, die den nächsten Ausstellungsbesuch vielleicht etwas verändern können. www.volkermeissner.net

PLACES I GRENZENLOS I Christian Geisler

Grenzenlose Freiheit – im Liegestuhl die Wolken beobachten und die Gedanken schweifen lassen. www.christiangeisler.com

PLACES I IM VERBORGENEN I Ralf Lesko

Über viele Jahre hat Ralf Lesko hunderte von Türen fotografiert – was für Geschichten spielen sich dahinter ab? ralflesko@gmx.de

PLACES I DRAUSSEN VOR DER TÜR I Timm Schröder

Nur 25 Minuten von Hamburgs Stadtkern: plötzlich ein großer, weiter Himmel, abgeerntete Felder, Schlickbänke, Schwärme von Gänsen und im Herbst die Schreie der Kraniche.

Jeder kennt jeden, man duzt sich, und ab und an gibt es ein Licht, wo man die Kamera einfach hochhalten muss. tsschroeder@freenet.de

PLACES I AUF DEN SPUREN DER ZEIT I Guido Puttkammer

Guido Puttkammer interessieren Motive, an denen die meisten Menschen achtlos vorübergehen. Er sucht nicht schöne, sondern spannende Objekte, die Geschichten erzählen. Selbst profane Dinge üben durch die Spuren der Zeit oft eine hohe Faszination aus. Er findet seine Motive auf Reisen und quasi „um die Ecke“, bei Spaziergängen durch Gewerbegebiete und Industriebrachen.

Inzwischen ist es üblich, Fotos exzessiv digital nachzubearbeiten. Dadurch wird die Fotografie immer glatter und artifizieller. Seine Bilder sind hingegen rein dokumentarisch, die Aufnahmen werden nur technisch optimiert aber nicht manipuliert - denn, neben den grafischen Elementen,  sind ihm besonders die Unvollkommenheiten wichtig und machen den Reiz dieser Fotos aus. www.guido-puttkammer.de

PLACES I TAKE OFF YOUR SUNGLASSES I Volker Meissner

Wer kennt sie nicht, die Piazza Quattro Canti in Palermo, die historischen belgischen Marktplätze, die alte Fiat Fabrik in Turin oder das Alpenpanorama am Genfer See. Düster, schwer, oft schwarzweiß. Falsch. Einfach mal die Sonnenbrille, auch die innere, abnehmen. Man kann die Welt auch hell und leicht wahrnehmen – vielleicht wird sie dann auch etwas heller und leichter. Schön und spannend ist sie auf jeden Fall. www.volkermeissner.net

PLACES I TRAUMWELTEN I Kerstin Chlestil

Abstraktion bedeutet für mich künstlerische Freiheit in allen Belangen. Alltägliche Szenen so zu verändern, das etwas völlig neues, subtiles, nicht greifbares, entsteht, ist eine meiner absoluten Leidenschaften in der Fotografie. Der Betrachter ist somit gefordert seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und darf sich gerne in meine (Alb)Traumwelten entführen lassen. Mehr von Kerstin Chlestil

PLACES I CHINESE SHADOWS I Till Leeser

Mein künstlerisches Konzept ist die Abstraktion. Sie erlaubt dem Betrachter seine persönliche Interpretation. Meine Vorliebe für die Abstraktion begann mit dem Einfluss meines Lehrers Otto Steinert. Seinen prägenden Ideen zur subjektiven Fotografie, deren Sehweise meiner Wahrnehmung sehr entspricht und mir immer wichtiger wird. In meiner Arbeit gibt es einen Zyklus der nicht nur den Begriff der Subjektiven Fotografie folgt sondern expressionistisch genannt werden kann. www.till-leeser.de

PLACES I URBAN PLACES I Till Leeser

"Die Bilder von Till Leser aus der Serie "Urban Places" sind menschenleer. Die traditionelle Stelle, an der sich gemeinhin Dinge oder Personen befinden wird nicht besetzt. Der freie, überholte Ort, hat so starke Gewalt, dass er die von der Hauptsache verlassenen Nebensachen über die Bildränder hinauszutreiben scheint wie ein leeres Schlachtfeld, auf dem die Stille das Getöse der Menschen wieder verschluckt hat."  Horst Laube  www.till-leeser.de 

PLACES I MESSAGES I Till Leeser

Die Bilderserie -Messages- entstand in den Jahren 2009-2013 während meiner Aufenthalte in Peking. Bei Streifzügen durch die alten Viertel Pekings, entdeckte ich auf den Häuserwänden bemalte und übermalte Stellen, die für mich wie abstrakte Malerei aussahen. Malerische Flecken zwischen Sicherungskästen und Klingelknöpfen, manchmal waren noch chinesische Schriftzeichen oder Zahlen zu sehen, die merkwürdig zufällig und doch nicht absichtslos da standen. Es waren eindeutig Botschaften. Das, was lesbar war, habe ich mir übersetzen lassen. Es handelt sich hierbei um politische Kommentare, Informationen oder Angebote, meist werblicher Art, die an Stellen, an denen ein hoher Publikumsverkehr ist, U-Bahn Stationen, Über-Unterführungen etc. an die Wände geschrieben werden. Eine Vorform des Blogs, eine „analoge“ Art der Common Community. 

Nachts werden diese Informationen dann übermalt, allerdings nicht mit dem Ziel wieder eine saubere Wand  zu erhalten, sondern diese Nachricht auszulöschen, zu unterdrücken. Dass dies regelmäßig geschieht, kann man an den verschiedenen Farben der Übermalungen erkennen. Mich reizten diese malerischen Zeichen, vielleicht gerade deshalb, weil sie für mich fremd und geheimnisvoll aussahen und darum auf mich wie dringliche Botschaften wirkten. So fotografierte ich sie, wie abstrakte ausdrucksvolle Bilder. Bilder die erst auf den zweiten Blick hinter ihrer Ästhetik den Widerstand von Menschen gegen eine - alles kontrollierende -  Politik erkennen lassen. Subjektivität und Phantasie, die sich behauptet. Die Bilder wurden mit einer hochauflösenden Digitalkamera gemacht. Dadurch entsteht eine bestechende Schärfe und sehr realistische Haptik der Bilder. Die Bilder sind nicht digital bearbeitet. Die Originale sind auf Büttenpapier gedruckt. www.till-leeser.de

PLACES I DENKMAL PARKPALETTE I Thorsten Berndt

Eine Serie von Sofortbildaufnahmen mit Filmmaterial IMPOSSIBLE für SX-70 Kameras. Die Parkpalette aus den siebziger Jahren in Uetersen soll bald abgerissen werden. Die Bilder mit den Kameras aus der Zeit des Baues der Parkpalette sind Dokumentation und künstlerische Auseinandersetzung mit der vermeintlichen Bausünde, die bald Geschichte ist. Und die Dokumentation stellt auch die Frage: was ist eigentlich ein DENKmal und was ist schutzwürdig für die Zukunft. www.thorstenberndt.de

PLACES I ALONE I Christian Schmidtke

Einsamkeit als Weg zur Selbstbesinnung - Zu meiner Inspiration benötige ich nur wenige Augenblicke. Mal ist es ein Satz in einem Buch oder einer Zeitschrift, mal ist es eine flüchtige Begegnung und manchmal ist es einfach nur ein Gefühl, dass mich in Zeiten von Stille und Nachdenklichkeit erreicht. Diese Stille und Nachdenklichkeit war es, die mich zu dieser Fotoarbeit führte. www.photografikwerk.de

PLACES I MEANINGFUL I Volker Meissner

Kann man bedeutende Plätze in Bildern erfassen, ihr Wesen kommunizieren? Ja, unbedingt. Durch die Reduktion auf die reine Emotion werden bekannte Orte neu erlebbar. www.volkermeissner.net

PLACES I HIMMEL & MEER I Christian Geisler

Drei Dinge sind grenzenlos: Der Himmel mit seinen Sternen, das Meer mit seinen Tropfen und das Herz mit seinen Tränen. (Gustave Flaubert) www.christiangeisler.com

PLACES I ABGESCHLOSSEN I Thorsten Berndt

Die Menschen hier leben nicht in einer Idylle – sie sind weggeschlossen, die Türen eigentlich immer verschlossen – abgeschlossen. www.thorstenberndt.de

PLACES I NATURKUNST Thorsten Berndt

Sie gehören zu unserem Landschaftsbild dazu: Silageballen. Oft zu wahren Kunstwerken arrangiert. www.thorstenberndt.de

PLACES I ZWISCHENKUNST I Volker Meissner

La Biennale di Venezia. Laufen die Besucher so offenen Auges durch die heiligen Hallen, dass sie auch die wahre Kunst, die Kunst zwischen der Kunst wahrnehmen, vielleicht sogar schätzen und wert schätzen? Die Fluchtwege – die nicht immer wirklich welche sind. All die Feuerlöscher, die Farbe ins Bild bringen. Die Stairways to … wohin auch immer. Sicher bleibt die Zwischenkunst oft unbeachtet. www.volkermeissner.net

PLACES I SPÜLWARE I Friedrun Reinhold

Unzählige Arbeitshandschuhe von Seeleute, angespült an die dänische Nordseeküste. www.fotoraum-reinhold.de

PLACES I 1000 GESTALTEN I Friedrun Reinhold

Die verkrusteten Gestalten sollen für eine Gesellschaft stehen, die den Glauben an Solidarität verloren hat und in der jeder Einzelne nur noch für das eigene Vorankommen kämpft. Nach Monaten der Vorbereitung hat die Kunstperformance 1000 Gestalten ein überwältigendes Bild des kreativen Protestes in die Welt gesendet und am Vortag des Hamburger G20 Gipfels zu mehr Menschlichkeit und Eigenverantwortung aufgerufen. www.fotoraum-reinhold.de

PLACES I EIN LEBEN IM WARTESAAL I Friedrun Reinhold

Das internationale Pressezentrum, das auf rund 23.000 Quadratmetern Arbeits- und Entspannungsflächen für über 4600 Medienschaffende bot, ist ein sehr eigener und abgeschlossener Kosmos. Ein Leben im Wartesaal: Auf die Sicherheitsüberprüfung, den Zusatzausweis, den Transfer, das Briefing.

30 Lkw haben Medientechnik geliefert, 70 Kilometer Kommunikationsleitungen wurden verlegt. 45 Köche haben rund um die Uhr 3000 Kilogramm Fleisch, 2500 Kilogramm Obst und Gemüse verarbeitet und über 12.000 Desserts kreiert. www.fotoraum-reinhold.de

PLACES I WO DER TOD EIN ZUHAUSE HAT I Ralf Lesko

Le Cimetière du Père-Lachaise ist nicht nur der größte Friedhof von Paris, sondern gehört auch zu den am meisten besuchten Stätten der französischen Hauptstadt. Über Jahre hinweg hat Ralf Lesko ihn immer wieder besucht und fotografiert. ralflesko@gmx.de

PLACES I INVISIBLE PASSENGERS I Elena Helfrecht

Morgens um drei Uhr entstanden die Aufnahmen zu dieser Serie am Bamberger Bahnhof. Im Nebel war der ihr ansonsten als Pendlerbahnhof bekannte Ort, eine Traumwelt - still und entrückt fast wie aus einer Erzählung Stefan Grabinskis „Das Abstellgleis“. www.elenahelfrecht.com

PLACES I ENDZEIT I Kerstin Chlestil

Architektonisches zu verfremden, um auf diese Weise triste Stimmungen mit Endzeitcharakter zu kreieren ist die Herangehensweise von Kerstin Chlestil. Die Ästhetik dunkler Klangwelten inspiriert sie dabei massgeblich. Kerstin Chlestil


SHOMATO – Das Fotomagazin. SHOMATO ist die Plattform für künstlerische Fotografie.

Für Fotostrecken zu den Themen People, Travel und Places. Für Bildserien, die Aussagen treffen

und Ideen und Emotionen transportieren. Das Fotomagazin SHOMATO möchte seine Besucher fesseln und faszinieren. Und Fotografen aus aller Welt sind eingeladen, sich mit eigenen Bildstrecken zu beteiligen. Hier können ambitionierte Fotokünstler ihre Arbeiten veröffentlichen

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